Schlagwort: Flüchtlinge

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AfD – Wer wählt denn sowas?

Die letzten Erfolge der AfD machen mir Sorgen, sogar ein bisschen Angst – aber es überrascht mich leider nicht im Geringsten. Ich lese hier immer wieder „Un-fucking fassbar, wie konnte das nur passieren? Waren das alles Protestwähler? Wie kann man nur so blöd sein?“ usw. OK, steinigt und entfreundet mich jetzt meinetwegen – aber wir machen es uns zu einfach, wenn wir jetzt voller Verachtung auf die AfD-Wähler spucken, weil die unserer Meinung nach alle doof sind – oder alle rechts. Mit Verachtung und Ausgrenzung sind noch niemals gesellschaftliche Probleme gelöst worden. Egal, wen es trifft. Rechts (oder wenigstens rechts angehaucht) wird ein großer Teil der AfD-Wähler schon sein. Selbst als Protestwähler sucht man sich normalerweise keine Partei, die Ideologisch total neben der eigenen Spur liegt. Doof? Nicht unbedingt. Jedenfalls sagt eine Forsa-Studie von 2014, dass 50-60% der AfD-Sympathisanten Abi oder Hochschulabschluss haben, meistens ältere Männer sind und aus der Mittelschicht kommen. Klingt nicht unbedingt nach den typischen rechts wählenden Hooligan aus der Baumschule . Aber wenn sie nicht blöd sind – warum wählen sie dann AfD? Der Rechtsruck in Deutschland, bzw. die allgemeine Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien, hat vielfältige Ursachen – und denen müssen wir auf den Grund gehen, wenn wir kein zweites 1933 haben wollen. Aus meiner Sicht wären da zum Bleistift: 1) Sogenannte „Reformen“ im Jahr 2005, durchgepeitscht einer bis dahin sozialdemokratischen Partei. Wenn dank Harz IV, Zeitarbeit, Rentenkürzungen etc. ein Großteil der Bevölkerung in Armut fällt, sorgt das natürlich für einen gewaltigen Fruststau und aus der Perspektive vieler Bürger sieht es leider so aus: Bisher war für alles Mögliche kein Geld da – aber für die Flüchtlinge wird es plötzlich locker gemacht (ob das wirklich so ist, sei dahingestellt). 2) Ein Krieg in Syrien, den keiner wirklich versteht – noch nicht einmal die Mehrheit der Syrer, die schon lange nicht mehr wissen, was richtig ist und für wen sie kämpfen sollen. Über die wehrfähigen jungen Männer, die eben aus dem Grund flüchten, heißt es dann von rechter Seite: „Warum bleiben die nicht zu Hause und kämpfen für ihr Land?“ Ich frage mich eher: Warum versucht die internationale Gemeinschaft erst jetzt, diesen Krieg stoppen? Warum nicht schon viel früher? Die Flüchtlingswelle war schließlich absehbar, wenn das so weiter geht, und die meisten Leute verlassen ihre Heimat nicht aus freien Stücken. Wenn ich ganz böse wäre, würde ich fragen: „Wem nützt dieser Krieg?“ 3) Eine Kanzlerin mit dem Rückgrat eines Regenwurms (sorry, aber das musste jetzt sein). Oder glaubt jemand (der kein verzweifelter Syrer ist) noch im Ernst, dass sie diese Migrantenströme letztes Jahr aus purer Herzensgüte „eingeladen“ hat? Erinnert sich irgendwer noch an das Flüchtlingsmädchen, dem Merkel ganz ehrlich gesagt hat, sie könnten nicht alle bleiben? Das gab einen Shitstorm, weil die Kleine vor laufender Kamera in Tränen ausgebrochen ist. Aha … und kurze Zeit später hieß es, Mutti nimmt sie alle auf und „Wir schaffen das“. Jetzt kriegt Mutti ordentlich Gegenwind, weil wir es vielleicht doch nicht schaffen und die Kommunen hoffnungslos überlastet sind … und was tut „Mutti“? Zäune hochziehen und autoritäre Regime zu sicheren Herkunftsländern erklären. Wenn sie gehofft hat, damit der AfD das Maul zu stopfen, ging das gründlich nach hinten los, denn da wählen die Leute doch lieber das „Original“ mit den vermeintlich festen Prinzipien. 4) Die Geister, die Frau Merkel 2015 rief, und die wir offenbar nicht mehr loswerden. Wenn wir es „nur“ mit syrischen Kriegsflüchtlingen zu tun hätten (und andere EU-Staaten mitziehen würden), könnten wir vielleicht mit ruhigem Gewissen sagen „Wir schaffen das“. Aber so wie es aussieht, hat „Muttis“ Appell einfach zu viele Leute nach Deutschland gelockt, darunter auch „schwarze Schafe“ (laut BAMF-Statistik gab es im November 2015 mehr als doppelt so viele Asylanträge wie im Juli). Ein Umstand unter dem jetzt vor allem die Flüchtlinge leiden, die sich vor dem Lageso den A*** abfrieren oder seit der Kölner Sylvesternacht als Sündenböcke für alles Mögliche herhalten müssen. Außerdem ist es bei dem Chaos kaum noch möglich, sorgfältig zu prüfen, wer tatsächlich Anspruch auf Asyl laut Grundgesetz hat, und wer nicht. Grenzen dicht machen ist natürlich auch keine Lösung, damit wird das Problem nur kurzfristig weitergeschoben, die Genfer Flüchtlingskonvention mit Füßen getreten und im schlimmsten Fall die gesamte EU destabilisiert. Wenn die Regierung dieses Dilemma aus reinem Mitgefühl für Flüchtlinge eingerührt hätte, wäre das eine Tragödie á la Shakespare … 5) Linke und Grüne, die zwar zu Recht das 50er-Jahre Frauen- und Familienbild der AfD anprangern, sich aber gleichzeitig bei Vertretern einer Religion einschleimen, die ein Frauenbild aus dem tiefsten Mittelalter propagiert. Natürlich gibt es auch moderne und reformorientierte Moslems – aber denen ergeht es in ihren Heimatländern oft nicht weniger dreckig als seinerzeit Galileo Galilei . Auch das wird von Linken zu gern schöngeredet und man landet als Islamkritiker sehr schnell in der rechten Ecke. Was macht man also als islamkritischer Linker? Wahrscheinlich irgendwann nicht mehr wählen gehen, was wiederum den Rechten nützt . Bevor wir also die AfD bekämpfen (was meiner Meinung nach wenig bringt), sollte man zuerst das gesellschaftliche Klima bekämpfen, unter dem diese Partei wuchert und gedeiht wie Schimmelpilz auf vergammeltem Käse: Ein Klima, das differenzierte Meinungen kaum noch zulässt, Hysterie und Panikmache anheizt und vor allem dafür sorgt, dass jeder gegen jeden ausgespielt wird – Flüchtlinge gegen Obdachlose, Geringverdiener gegen Arbeitslose, Deutsche gegen Ausländer , „Asylkritiker“ gegen „Gutmenschen“… Nur, damit die Leute nicht anfangen, nachzudenken .

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Linke Politikerin verschweigt Vergewaltigung durch Flüchtlinge

Ein krasses Beispiel, wohin es führt, wenn man bestimmte Dinge nicht mehr aussprechen darf/kann/will, weil es evtl. der falschen Seite in die Hände spielt. Ich habe ganz eindeutig was gegen Falschbehauptungen und Hetze (egal, wen es trifft). Aber aus ideologischer Verblendung die Polizei anzulügen, geht gar nicht! Vor allem nicht bei so einem schrecklichen Verbrechen. Dass Vergewaltigungen verschwiegen werden – entweder aus Scham oder weil das Opfer zu sehr durch den Wind – passiert leider immer wieder. Egal, wer der Täter ist. Und das kann man auch verzeihen. Aber diese Frau war leider schon so weit, dass ihre Partei für sie das Denken übernommen hat. Das ist es wohl, was viele Leute (u.a. mich) so sauer macht. Obwohl mir auf der einen Seite wirklich Leid tut, was ihr angetan wurde, hat sie auf der anderen Seite  eine fette Mitschuld daran, dass die Drecksäcke immer noch auf freiem Fuß sind, und irgendwann vielleicht die Nächste vergewaltigen . Es wird immer rechte A***löcher gegen, die gegen Flüchtlinge hetzen – egal, ob die was angestellt haben oder nicht. Wenn nix passiert ist, wird eben irgendwas erfunden (kam auch schon oft genug vor). Aber die Wahrheit unter den Teppich kehren, weil sie politisch nicht passt, ist schlicht und einfach Zensur bzw. Selbstzensur. Frau Gören hätte sicherlich eine Menge Respekt und Sympathie auch von „normalen“ Leuten erhalten, wenn sie bei der Polizei gleich die Wahrheit gesagt und der Presse gegenüber ein Statement abgegeben hätte, dass sie sich weiter für Flüchtlinge engagieren wird, dass man auf keinen Fall alle über einen Kamm scheren darf – aber dass die rosarote Brille unbedingt weg muss. Sicher hätten es ein paar rechte Hetzer für ihre Zwecke ausgeschlachtet und die eigene Partei hätte ihr womöglich den AfD-Stempel aufgedrückt. Aber jetzt haben die Nazis erst recht Futter (neben den bösen Rapefugees auch noch ne saudämliche Linken-Politikerin … Yummy). Eigentlich ist die Frau gleich dreimal zum Opfer geworden: Opfer einer Vergewaltigung, Opfer des geistigen Klimas in Deutschland und nicht zuletzt Opfer ihrer eigenen politischen Ideologie. http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2016/Opfer-verschweigt-Vergewaltigung-durch-Fluechtlinge,selin100.html    

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„Wer Rechtspopulist ist, bestimme ich“

Wieder mal so ein geistiger Tiefflug von „linkem“ Journalismus in Deutschland: https://www.heise.de/tp/features/Der-Aristokrat-von-Goettingen-3263128.html Wehe, jemand wagt es auszusprechen, dass ein Teil der Migranten aus islamischen Kulturkreisen autoritäre, patriarchalische Traditionen mitbringt, was unweigerlich zu Problemen führt, wenn sich das betreffende Land bei der Integration nicht gewaltig der A*** aufreißt … Aber NEIN, das darf nicht sein, denn Flüchtlinge sind im Rot-Grünen Fantasieland sind ja immer die Guten – also rauf mit dem AfD-Brandmal auf den angeblich rechtspopulistischen Maulheld, egal ob er zufällig selbst Muslim, Syrer und Politikprofessor ist. Als ob ein Syrer, der 40 Jahre in Deutschland lebt, Ahnung von seinen Landleuten haben könnte … nee, definitiv nicht. Da wissen deutsche Scheiberlinge, die niemals in Syrien waren, natürlich viel besser, was Sache ist . Es ist schon interessant, wer in letzter Zeit so alles mit der AfD oder gar mit Nazis in einem Topf geschmissen wird, aber so gar nicht in deren deutschtümelndes Weltbild passt: – Sahra Wagenknecht – Kommunistin – David Berger – Schwulen-Aktivist – Cahit Kaya – Kurde – Hamed Abdel-Samad – Ägypter – Bassam Tibi – Syrer und Moslem – Alice Schwarzer – Feministin Gewisse Leute meinen wohl „Wer Rechtspopulist ist, bestimme ich“. Man muss mit einem Herrn Prof. Tibi auch nicht in Allem einer Meinung – aber man sollte seinen Standpunkt wenigstens als interessanten Blickwinkel diskutieren, statt ihn gleich durch den braunen Kakao zu ziehen, genauso wie einen Hamed Abdel-Samad. Über letzteren heißt es u.a., muslimische Feministinnen wären doch wesentlich weiter. Nur schade, dass man von diesen hochgelobten muslimischen Feministinnen fast nichts hört. Ich persönlich freue mich über jeden selbstständig denkenden Menschen (egal welcher Religion oder Herkunft), der entgegen dem „Mainstream“ seine eigene, fundierte Meinung vertritt. Gerade in vielen Regimen des Nahen Ostens ist das ja alles andere als selbstverständlich und öfter mal lebensgefährlich. Es hat schon Gründe, weshalb gerade Intellektuelle und Wissenschaftler aus dieser „Ecke“ ihre Kultur nicht unbedingt durch die rosarote Brille sehen. Aber die Allzweck-Waffe „Nazi-Hetze“ oder „PEGIDA-Sprech“ ist leider schnell bei der Hand – und niemand möchte rechts sein, wenn er es nicht wirklich ist. Ich hab mich politisch immer links gesehen. Mir gefällt es, wenn unsere Gesellschaft bis zu einem gewissen Grade „bunt“ ist, ich habe Freunde mit Migrationshintergrund und würde auch jedem den Kopf waschen, der solchen Bullshit von sich gibt wie „Die Flüchtlinge sollen sich mal nicht so anstellen, die haben doch alle Markenklamotten und Smartphones“. Trotzdem wird man doch wohl noch sagen dürfen, dass es z.B. ein Unding ist, wenn ehrliche Mieter aus ihren Wohnungen geschmissen werden, um Flüchtlinge reinzusetzen. Nee, aua *wallbash* … „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“ ist heute fast so böse rechtspopulistisch angehaucht wie „Ich bin ja kein Nazi, ABER…“ Angeblich fangen PEGIDA-Postings auch so an wie: „Bei aller Solidarität für Flüchtlinge, aber …“ Sorry, ich hab mich mal auf der PEGIDA-Seite umgesehen und finde dort kaum irgendwelche Solidaritätsbekundungen für Flüchtlinge. Die Postings dort beginnen eher so: „Asylirrsinn: Fordern, protestieren, bewaffnen“. Also, wenn das Wörtchen „aber“ zum rechten Unwort erklärt wird, haben wir mit der deutschen Sprache echt ein Problem 😉. Andere Wörter und Redewendungen – die Jahrzehnte älter sein dürften als Pegida oder selbst Adolf – sind ja längst vom Rassisten-Milieu besetzt: „Besorgter Bürger“, „Rosarote Brille“, „es knallt“ etc. Hallo??? Wer sind wir, dass wir uns von irgendwelchen Nazis, AfD oder einem Splittergrüppchen wie Pegida unsere Sprache diktieren lassen? Wo soll das enden, wenn man befürchten muss, in der rechten Ecke zu landen, wenn man sich einfach nur kritisch oder skeptisch zu derzeitigen Ayslpolitik äußert? Sollen das in Zukunft nur noch die waschechten Nazis tun? Die werden bestimmt nicht die Klappe halten – schließlich sind sie eindeutig rechts und stolz drauf und haben keine linksliberalen Freunde, um deren Meinung sie sich Gedanken machen müssten. Verunsichert und gespalten bzw. gegen Asylbewerber ausgespielt werden nicht die Nazis, sondern diejenigen in der „Mitte“ der Gesellschaft. Diejenigen, die zwischen der „Refugees welcome“-Fraktion und den „Asylkritikern“ stehen. Diejenigen, die durchaus bereit sind, Flüchtlingen zu helfen, aber ein Problem damit hat, diese Massen planlos und unkontrolliert ins Land zu lassen. Wenn das so weitergeht, wird irgendwann nur noch zwei Meinungen geben: Die des sozialdemokratisch-grün-wirtschaftweisen Mainstreams – und die der Nazis. Wollt ihr das wirklich? Denkt mal drüber nach! Toleranz ist keine Einbahnstraße und sollte sich nicht nur auf islamische Traditionen beschränken!