MU-SS Nazis jagen!

Was bin ich doch „stolz“, im Land der Verschwörungsfreaks und unterbeschäftigten Nazi-Jäger zu leben ;).

Zugegeben, die Verwendung eines verbotenen KfZ-Kennzeichens in einem Werbespot ist schon enorm peinlich und wird für die Agentur sicher ziemlich teuer, wenn sie erst mal abgemahnt werden.
Trotzdem, liebe Kollegen Politikwissenschaftler und Extremismusforscher, ihr könnt langsam aufhören zu hyperventilieren und mal in Ruhe nachdenken:

1) Meint ihr tatsächlich, dass EDEKA oder die beauftragte Werbeagentur sich ernsthaft mit diesem ganzen Nazi-Verschwörungsmist auseinander gesetzt haben? Angesichts der Vielfalt von rechten Geheimsymbolen etc. (https://de.wikipedia.org/…/Rechtsextreme_Symbole_und_Zeichen) ist es für Otto-Normalverbraucher leider kein Kunststück, irgendwas davon aus Versehen zu verwenden.

 2) Angenommen, es sitzt tatsächlich ein kleiner Nazi-Praktikant in der Agentur, der uns mit diesem Spot was-auch-immer unterjubeln will … Wäre der- oder diejenige wirklich so doof, das eindeutig verbotene SS-Kennzeichen zu verwenden, Polizei und Verfassungsschutz mit der Nase auf seinen Arbeitgeber zu stoßen und damit zu riskieren, dass er seinen Job verliert? Solche Fehler macht doch eher jemand, der von der Materie null Ahnung hat.

3) Ist es nicht der Zweck dieser Codes, dass Nazis einander erkennen, ohne verbotete Floskeln wie „Heil Hitler“ zu verwenden? Was haben also Nazi-Codes in einem öffentlich ausgestrahlten Werbespot zu suchen, wo die Öffentlichkeit damit gar nichts anfangen kann? Es sei denn, wir haben alle einen Trigger im Kopf, dass wir beim Anblick einer 84 auf einem Nummernschild sofort wie die Zombies losmarschieren, um das nächste Flüchtlingsheim anzuzünden … ;).


Was meint ihr denn, was als nächstes passiert? Die Werbeagentur wird versuchen, irgendwie aus der Nummer rauszukommen und ein Bauernopfer zu finden. Das heißt, eine womöglich unschuldige Person verliert wahrscheinlich ihren Job .

 

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