Bitte, Oma! Lösch endlich das Internet!

Erinnert sich noch jemand an die Werbung, wo Oma in Panik beim Radio anruft und sagt „Hilfe, ich habe das Internet gelöscht!“
Manchmal wünschte ich echt, sie hätte es getan. Denn was dort an Hass abgesondert wird und wie wenig dazu gehört, um sofort unter der Gürtellinie angemacht zu werden, ist einfach nur zum Kotzen!

Wenn du klar stellst, dass nicht „die Flüchtlinge“ den Terror nach Europa gebracht haben, bist du ein dämlicher Gutmensch.
Wenn du meinst, dass die Regierung erst mal an das eigene Volk denken sollte, bevor sie ein paar Millionen Fremde reinlässt, weil wir sonst enden wie Schweden, bist du ein empathieloses Arschloch.
Wenn du meinst, dass der IS durchaus mit dem Islam zu tun hat, bist du gleich ein Pegidiot (egal, mit wie viel Koran-Suren du das belegen kann).
Und wenn du dich gar entschieden hast, keine Kinder in diese kaputte Welt zu setzen, bist du eine „widerliche Kinderhasserin“ (heute wortwörtlich so gelesen – dabei hat die Frau wirklich nichts kinderfeindliches gepostet).

Zur Zeit habe ich den Eindruck, die Menschheit verwandelt sich in eine – wie Prof. McGonnagal aus Harry Potter so schön sagt – „brutale blindwütige Bande von Brüllaffen“. Jedenfalls im Internet. Kaum einer nimmt sich noch die Zeit, die Postings anderer richtig zu lesen – es braucht nur irgendein Zungenschlag drin sein, der nicht passt, schon wird drauf los gehatet .

Nicht genug, dass fast jeden Tag irgendwo in der Nähe ein Terroranschlag passiert – wie zuletzt in Berlin. Die Leute müssen sich auch noch so benehmen, als ob sie sich gleich gegenseitig die Köppe einschlagen . Ich fürchte, was im Internet anfängt, geht irgendwann auf der Straße weiter. Ich fürchte auch manchmal, im Internet fängt es an und geht irgendwann auf der Straße weiter: Weil sich viele Leute einbilden, anomym zu sein und i.d.R. keine Konsequzen fürchten müssen, lassen sie online die Sau raus (was sie im realen Leben z.Z. nicht wagen würden). Das zeigt aber leider, wie sie wirklich ticken .

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